Big Mama Miltenberg 21. April 2012
Folgender Vergleich wird Einstein zugeschrieben (ob es wirklich stimmt weiß ich leider nicht): Eine Stunde mit der Liebsten kommt einem wie eine Sekunde vor, hingegen eine Sekunde auf einer Herdplatte zu sitzen wie eine Stunde. Und auch bei unserem gestrigen Auftritt in Miltenberg war die Einsteinsche Relativitätstheorie unser ständiger Begleiter.
In Miltenberg konnte man z.B. an vielen Stellen sehen, dass Zeit ein eher relatives Konstrukt ist. Das fing schon damit an, wie Roman und ich (wir waren die Ersten in Miltenberg) nach kurzer Begrüßung der ebenfalls schon anwesenden Musiker von den “Screwjetz” und “Encypher” das BigMama eigene Drumset aus den Tiefen des Hauses getragen haben: hier ist die Zeit stehen geblieben, an jeder Stelle atmet das Haus den Geist des Rock ‘n Roll aus den wilden Siebzigern
Roman wäre dabei mitsamt dem Schlagzeug fast die Treppe runter gefallen, nur eine stabile Holztür und Bon Scott als Romans Schutzengel konnten schlimmeres verhindern.
Als dann das Set auf der Bühne stand und wir alle unser Equipment rein getragen hatten, ging es ans Aufbauen und auch hierbei wurde einem die Relativitätstheorie immer wieder praktisch vor Augen geführt: unsere beiden verbliebenen Mitstreiter waren relativ pünktlich, wir hatten insgesamt relativ wenig Probleme die PA anzuschließen und relativ viele freie Kanäle mit denen wir arbeiten konnten. Dank der aufopferungsvollen Hilfe des Wirts Gerd konnte aber alles schnell und unkompliziert aufgebaut und verkabelt werden. Unser Drummer konnte alle auftretenden Probleme ebenfalls relativ schnell lösen oder sie unter Zuhilfenahme von Alkohol zumindest relativ gut verdrängen …
Als wir dann schließlich um 22.00 Uhr auf die Bühne losgelassen wurden, standen vor uns relativ viele Zuschauer, die eine super Stimmung machten. Wir haben wie immer alles gegeben und konnten mit unserer Setliste, die fast ausschließlich neue Songs beinhaltete, alle davon überzeugen, dass wir uns nicht auf unserem bisher aufgenommenen Material auszuruhen gedenken. Außerdem konnten wir an dem Abend sogar relativ viele CDs verkaufen.
Der spätere Abend gehörte dann unseren Mitstreitern Encypher und Screwjetz, zwei wirklich hervorragenden Bands, die uns durch ihr professionelles Auftreten, ihre stressfreie Art und nicht zuletzt durch ihre erstklassige Musik und Spielfreude überzeugt haben. Encypher konnten sich über einen relativen Moschpit vor der Bühne freuen (zwei Jungs haben versucht zu New-Metal Walzer zu tanzen) und die Screwjetz mussten zwei Zugaben spielen, bevor sie die Bühne verlassen durften.
Wir danken den beiden genannten Bands für den tollen Abend, Gerd und dem Team vom BigMama für die freundliche Bewirtung und dem Kamerakompetenzteam für die Fotos … die ihr relativ bald hier auf unserer Homepage finden werdet!

