Mit der größten Hochachtung vor unserem Producer! 
11.30 Uhr: Bin pünktlich am Studio angekommen. Sasch ist noch nicht da. Gehe mir was zu essen kaufen.
11.45 Uhr: Hab mir ne Kleinigkeit zu Essen geholt, nicht viel, was man halt so nebenbei verputzen kann, bin ja zum Aufnehmen und nicht zum Essen da.
11.50 Uhr: Hab alles aufgegessen und bin 32,59 Euro ärmer. Sasch hat angerufen. Er ist gerade aufgestanden…
12:00 Uhr: Kann endlich ins Studio rein. Sasch macht paar nicht weiter wichtige Bemerkungen über meine Leibesfülle. Heute müssen wir uns beeilen.
12:45 Uhr: Wir beginnen mit den Gesangsaufnahmen. Sasch ist noch nicht richtig wach. Hat gesagt ich sei dick…
12:55 Uhr: Sasch fragt: „Kannst du da bitte mal ein Doppel drauf singen?“ Ich antworte mit von Stolz geschwelter Brust: „Was für eine Frage! Die hättest du gar nicht erst stellen müssen…!“ Er darauf grinsend: „Versuchs doch wenigstens…“
13:05 Uhr: Ich frage: „Soll ich das ein wenig leidend singen?“ Sasch: „Ich leide schon genug wenn du singst…“
13:40 Uhr: Die erste Strophe und der erste Prechorus sind im Kasten. Wir basteln gerade am Chorus.
14:10 Uhr: Chorus ist im Kasten. Sasch hat Unmengen von Outtakes von mir gespeichert. Wir machen ne kurze Pause und trinken aus einer Tassimo-Maschine einen Cappuccino. Musste nur vorher noch Tassen spülen. Sasch: „Eigentlich habe ich noch aufräumen wollen, aber irgendwie schaffe ich das nie…“
14:35 Uhr: Wir machen weiter (Sasch: „… wir greifen an…“), Sasch macht vorher noch ein paar unwichtige Bemerkungen über meinen Bauchumfang.
15:35 Uhr: Buddy ist im Kasten. Nächster Kaffee. Ich erzähle was von meiner fetten Gesangsmelodie, Sasch grinst nur.
16:00 Uhr: Sasch und ich wollen weitermachen. Zur Inspiration hören wir noch einen Song aus seinem umfangreichen Medienarchiv.
16:30 Uhr: Wir machen mit Paul weiter, nachdem wir uns – wirlich sehr gute! – Musik ungarischer, polnischer und russischer Undergroundbands reingezogen haben. Weitere abfällige Bemerkungen über die Größe meines Bauchs.
17:15 Uhr: Sasch zu mir: „Nochmal bitte“. Kurze Pause. „Es kotzt mich an, dass ich immer Bitte sage…“
18:40 Uhr: Paul ist fertig. Wir hören die Aufnahmen nochmals an.
19:10 Uhr: Wir machen Feierabend. Ich biete Sasch an, dass ich die benutzten Tassen spüle. Er meint er kommt beim nächsten Mal ein wenig früher und räumt dann auf… ich grinse und fahre nach Hause.